18. und 19. März 2005
Dresden, Parkhotel Weißer Hirsch


Seit zehn Jahren wird in Dresden der Hutball veranstaltet -
und "schon" zum ersten Mal sind wir dabei!

Wie der Name der Veranstaltung bereits vermuten läßt,
wird niemand ohne Kopfbedeckung hereingelassen!

Das veranstaltende Unternehmen Waterloo-Produktion
(Dank an Susi Katrin Morenz!) kann sich zwei äußerst
gelungene Abende an den Kragen heften!
 


 
Von wegen, es gibt keine "Zone" mehr...
achtet auf den Geltungsbereich der Fahrkarte!

Der Schocker schlechthin ist folgendes:
komme aus dem Bahnhof Dresden-Neustadt raus,
will mit der Straßenbahn zum Albertplatz fahren
(eine Haltestelle, etwa 1,5 Minuten Fahrzeit).
Kaum in die Linie 11 rein, fordert ne Kontrolleuse
auf sächsisch "de Foorgorden" (die Fahrkarten)!
Das Zauberwort "bitte" hat sie allerdings vergessen!

Pech für die Zicke: mein Schein (siehe rechts)
ist frühzeitig gekauft und gültig!


 
Dies ist ein Anblick, den die meisten Leute
nicht haben: es ist Freitag, kurz vor 19 Uhr,
das Parkhotel Weißer Hirsch ist zu diesem Zeitpunkt
nur für unmittelbar Beteiligte wie Künstler und
Pressevertreter (zu denen auch ein gewisser
DJ Rockin' Ray aus Hannover gehört) geöffnet!

 

 
Wie schon oben unauffällig angekündigt, bildet
MARC HARTMANN mit seinem Tanzorchester am ersten
Abend einen gelungenen Einstieg des Hutballs!
Von Swing-Klassikern der 1930er bis hin zu
Melodien aus James-Bond-Filmen...
diese Jungs haben alles drauf!
Selten so eine Vielseitigkeit gehört!

 
Mittlerweile ist es gegen halb zehn.
Besucherzahl, Tanzwut und Genuß
alkoholischer Getränke steigen stark an!

 
Hier geht die Post ab, 2.000 Hutträger/innen
sind in Stimmung! Radeberger Pilsner
und Prosecco fließen unablässig!

 
Was ist eine Big Band traditionellen Stils
ohne Sängerin? Beachtet daher die
schmachtenden Blicke der
MARC-HARTMANN-Musiker auf die
zauberhafte ANNETT PUTZ!

 
...und auch der Conferencier ALF MAHLO alias
"Karl-Gustav von Serkowitz" kann
ANNETTs Charme nicht widerstehen!

 
Neben dem großen Ballsaal befinden
sich im "Parkhotel Weißer Hirsch"
noch zwei weitere Bühnen - die "Kakadu-Bar"
und der "Blaue Salon", in dem BOPPIN' B
mit Rockabilly-Klängen und mancherlei
anderem zu erleben sind!

 
Schwitzende attraktive Kerle, da wird den Mädels heiß!

 
Das Schlagzeug wirbelt in der Hitze der Nacht!

 
DJ-Gemeinschaft des 18. April sind Maja und Sven,
vielen bekannter als "SWING-O-LOGY"!

 
Dies wäre ein schicker Pferdeschwanz, aber die Baskenmütze
verdeckt ihn leider!

 
Derweil sind im Ballsaal JORDAN'S DRIVE aus Dänemark
mit dynamischen Jive-Rhythmen angetreten!

 
Die überdimensionale "Kuckucksuhr" im
Hintergrund zeigt übrigens Echtzeit
und hat sogar einen Sekundenzeiger
(der auf den Bildern im
Bühnennebel verschwindet)!

 
Yeeaah! Die wilde Gitarre, der flott
gezupfte Kontrabaß und das kreischende
Saxophon treiben das Publikum zu
unzüchtigen Tanzbewegungen!

 
"Dezenter" Hut, kurzer Rock und Stöckelschuhe
mit 8-cm-Absätzen!

 
 
Kommen wir damit zum Sonnabend.
Der Veranstaltungsort ist noch voller
als am Vorabend, was physikalisch
an sich gar nicht mehr geht!

 
Dresden liegt nicht nur in der "Zone", wie diese Fahrkarte
beweist, sondern hat auch Straßenbahn-Haltestellen mit
merkwürdigen Namen! "Plattleite" z. B. (hört sich an wie
"Bügelbrett")... an ihr liegt das Parkhotel!

 
Es kommt aber noch besser - eine Haltestelle (stadtauswärts)
vor der "Plattleite" bremst die 11 an der "Mordgrundbrücke" (!!)

"Chef, es war Mord!" "Mord, Robert?" "Ja, Mord!" "Mit Grund?"
"Grund, mit Grund... Mord hat immer einen wenn auch oft kaum
nachvollziehbaren Grund..." "Harry, was meinst DU?"
"Der Mord, Chef, geschah an einer Brücke, um die Leiche
möglichst schnell und unauffällig zu beseitigen!"
"Beseitigen...  dann war der Ort der Tat eine sogenannte
Mordgrundbrücke?!?"

Dieser (unechte) Dialog ist an jene in der Kriminalfilmreihe
"DER KOMMISSAR" angelehnt, die gelegentlich in 3sat
ausgestrahlt wird!

Äußerst empfehlenswert für die Menschen, welche
wirklichkeitsnah miterleben möchten, wie in den späten
1960ern bis mittleren 1970ern polizeilich ermittelt wurde.
Da durfte noch geraucht und gesoffen werden, gerne zur
kurzzeitigen Verbrüderung mit Tatverdächtigen...
Kommissar Keller (gespielt von Erik Ode) hatte stets
eine gefüllte Schachtel Zigaretten im Mantel!


 
 
Zurück zum musikalischen Geschehen:
die JIVE-O-MATICS aus Hamburg reißen
mit energiegeladenen Jive-Rhythmen
wirklich ALLE Anwesenden mit!

 
STEVE BIXBY SLIDER... ein Mann - eine wüste Gitarre!

 
...um 21.54 Uhr ein Blick vom Balkon auf den
dynamisch-treibenden Auftritt der Hamburger!

 
STEVE BIXBY SLIDER, ANNIE GEE und MISS BEHAVE
über-erfüllten die hohen Erwartungen des
anspruchsvollen "Hutball"-Publikums!

Unauffällig angemerkt sei, daß die JIVE-O-MATICS
aus unserer Sicht in ihrer musikalischen Ausrichtung
schlicht die Spitzenreiter sind - da kommen in Deutschland
höchstens noch die rheinischen LANE DOGS hinterher!

Was machen eigentlich die Mitwirkenden der ehemaligen
ACE CATS? Bitte sofort Nachricht hierher!


 
Nach dem JIVE-O-MATICS-Auftritt folgt die Wahl der
"bestbehüteten" Paare" - und wir behaupten, daß die
unbekannt gebliebene abstimmende Gruppe einen
Knick in der Optik gehabt haben  mußte!
Offenbar ging es hier nicht nach Stil, sondern
nach Auffälligkeit!

HERR PAUL FRÖHLICH präsentiert den 3. Platz!


 
Der 2. Platz - auch hier paßt wieder so gar nichts zueinander.
Kopfbedeckungen wie im brasilianischen Karneval, aber
völlig unpassende Bekleidung dazu!
Die Dame rechts trägt sogar einen Hosen-(!) Anzug!

 
Also, ohne, daß ich die Frauen persönlich kenne:
aber diese beiden sahen mit ihren "Coneheads"-
artigen Kopfbedeckungen schlicht daneben aus.
Die gute Erziehung gebietet, nicht das beliebte
deutsche Schimpfwort "sch...." amzuwenden!

- dies sind die Siegerinnen im Wettbewerb -


 
SO! sollte eine "Hutball-Siegerin" aussehen!!
Auf dem Kopf eine Création der 1940er,
schickes, taillenbetontes Kleid,
dazu passende Handschuhe und
selbstverständlich ein Glas Bier in der Hand!

 
Wo wir schon beim Stichwort "Bier" sind: es ist sehr erstaunlich!
Alle von mir getrunkenen Zonen-Gerstensäfte schmeckten gut
und waren sehr bekömmlich, so auch das beim Hutball
vom Faß angebotene Radeberger Pilsner!

 
Äußerst empfehlenswert ist ebenso das
Landskron-Pilsner aus Görlitz, das im Dresdner
Getränke-Fachhandel zu erwerben steht!
Eigenwerbung: "Eine Brauereibesichtigung,
die nicht trocken ist, gibt es unter
(03581) 465-100 oder
www.landskron.de"!

 
In den sehr frühen Morgenstunden erfaßt die
Kamera die italienischen I BELLI DI WAIKIKI
- deren Auftrittsort die "Kakadu-Bar" im Keller
des Parkhotel Weißer Hirsch ist!

Rockabilly, Twist, Südsee-Balladen und
vieles andere mehr - große Klasse,
was diese Jungs geboten haben!


 
Die "Bellis" sind wirklich sehr angenehm, auch im
persönlichen Umgang! Sind lustig und immer zu
einem Schwätzchen im (gebrochenen) Englisch bereit!

Seht auch unsere Bilder von 2006!

Hutball 24. März 2006
Party zum Ball 25. März 2006




updated January 17, 2007